Alles im Blick
Foto: Böhme – Text: Ricarda Traub
Wenn die Natur zur Ruhe kommt oder gerade erst erwacht, zieht Dr. Ferry Böhme mit seiner Kamera los. Der 53-Jährige ist eigentlich Amtstierarzt und Ausbilder, doch die Natur- und Tierfotografie ist seine große Leidenschaft. „Drei Dinge sind dabei wichtig: Geduld, Geduld und Geduld“, sagt er und lacht. Denn bevor überhaupt an das Auslösen der Kamera zu denken ist, heißt es vor allem eines: beobachten und erkunden. „Ich muss zum Beispiel wissen, wie der Lebensraum der Tiere aussieht und wie sie sich dort verhalten.“
Das eigentliche Fotografieren ist dabei nur der kürzeste Teil. Dem Fürstenfeldbrucker ist es wichtig, die Lebewesen in ihrem natürlichen Verhalten zu zeigen, ohne sie dabei zu stören. Das gelingt entweder durch gute Tarnung oder dadurch, dass sich Dachs, Fuchs und Hermelin an seine Anwesenheit gewöhnen. „Manchmal dauert das Wochen, manchmal Monate und manchmal klappt es eben gar nicht.“ Ganz nach dem Vorbild des ungarischen Landschaftsfotografen Franz Bagyi weiß Ferry Böhme: „Der Naturfotograf geht oft mit leeren Händen heim, aber nie mit leerem Herzen.“ Sein Hobby führt ihn oft in Länder wie Japan, Schottland oder nach Skandinavien. Doch trotz aller Reisen betont er: „Das Hauptprojekt ist immer die Heimat.“ www.ferryfotobruck.jimdofree.com

