Gartenstadt und Arbeitsplatz

Gartenstadt und Arbeitsplatz

Klein, aber fein: Raffaela Scelsi ist selbst immer wieder überrascht, welche Vielfalt und Qualität sich auf den nur 300 000 Quadratmetern Gewerbefläche in Gröbenzell verstecken. Als erste Wirtschaftsförderin der Gemeinde ist sie seit zwei Jahren Anlaufstelle und Vermittlerin für Unternehmer und Existenzgründer auf der einen und der Verwaltung auf der anderen Seite. Bestehende Projekte begleitet die 28-jährige Geografin. Sie hat aber auch neue auf den Weg gebracht. Und festgestellt: Nicht nur Gröbenzell ist schön, „auch die Vielfalt der Betriebe“.

 

Hallo Frau Scelsi, Sie sind ja richtig euphorisch. Wieso jammern die Unternehmen hier nicht wie andernorts?

Raffaela Scelsi (lacht): Vielleicht, weil wir uns um sie besonders kümmern. Seit 2009 findet in Gröbenzell zweimal im Jahr ein Unternehmer-Frühstück, das sehr gut angenommen wird. Neu ist der Wirtschaftsempfang, zu dem die Gemeinde einlädt und wo sich der Bürgermeister bei den Unternehmen für ihre Leistungen bedankt. Neue Unternehmen werden von uns persönlich begrüßt. Und jeden Monat besuchen wir mindestens eine Firma, um sie und eventuelle Probleme kennenzulernen.

 

Wo drückt denn in Gröbenzell der Unternehmens-Schuh?

Hauptsächlich am Platz und an Fachkräften: Wir haben so gut wie keine Erweiterungsmöglichkeiten. Auf das Personal haben wir leider auch keinen direkten Einfluss.

 

Wie versuchen Sie zu helfen?

Durch Angebote, die ein Netzwerk fördern. Der Austausch von Erfahrungen, Kooperationen und regionale Geschäftsbeziehungen untereinander sind sehr wichtig.

 

Und was ist mit der Ausbildung?

Die Ausbildungsförderung hat sich zu einem Schwerpunkt entwickelt. Wir unterstützen die Firmen dabei, Plätze anzubieten und Auszubildende zu finden. Die letzte Aktion war auf der FFB-Schau. Seit 2017 sind wir Mitglied in der West-Allianz und erarbeiten zu Beginn des neuen Schuljahres einen Ausbildungs-Kompass, der in den Schulen verteilt wird. Meine Vision ist, dass sich die Ausbildungsbetriebe vernetzen und sich gegenseitig unterstützen.

 

Die West-Allianz?

Ja, hier arbeiten wir mit Karlsfeld, Bergkirchen, Maisach, Sulzemoos, Odelzhausen und Pfaffenhofen zusammen. Dabei werden verschiedene Themen und Projekte, für die eine einzelne Kommune zu klein wäre, konkretisiert und umgesetzt.

 

Ihnen scheint Ihre Arbeit richtig Spaß zu machen.

Sie ist toll! Interessant, kreativ und nie langweilig. Außerdem herrscht von Seiten der Verwaltung und der Unternehmen eine offene und positive Stimmung.

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