Menschen im Landkreis

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Elfriede Altmann-Linzer

DIE TOCHTER

„Alles ist vorbestimmt“, sagt Elfriede Altmann-Linzer. Sichtlich bewegt berührt sie dann das Buch über ihren Vater, der nicht umsonst gelebt und so jung gestorben sein soll. Und der außer seiner Tochter nur einen Karton Feldpostbriefe und ein paar Bilder hinterließ. Die 75-Jährige, die ihren Papa zuletzt als Kleinkind gesehen hat, öffnete vor einigen Jahren die über 200 Aufzeichnungen und Tagebücher und fand darin auch einen Geheimcode, der die wahren Geschehnisse an den Kriegsschauplätzen ans Tageslicht brachte. Schließlich entdeckte sie sogar den Abschiedsbrief des schwer an Tbc Erkrankten: 31 Jahre wurde er alt – neun Jahre verbrachte er im Krieg und in Gefangenschaft – in sieben Ehejahren sah sich das Paar an nur 35 Tagen! Erschüttert von seinem Schicksal, das für so viele anderer junger Männer steht, arbeitete die Germeringerin an dem Buch. Gemeinsam mit ihrem Mann Hans Christian, einem Historiker. Er ergänzte geschichtliche Hintergründe und sichtete Originalfotos. „Tod in Wien – Briefe meines Vaters aus dem 2. Weltkrieg“ ist deshalb mehr als nur ein persönliches Dokument. „Es ist eine wahrheitsgemäße Geschichte“, sagt Elfriede Altmann-Linzer, „und eine, die zeigt, wie gut wir es doch eigentlich haben.“

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Markus Heinze

Der Badexperte

Mit fünf Jahren bereits dem Schwimmerverein beizutreten, war für Markus Heinze keine Frage. Damals wurde der gebürtige Zwickauer dort auch Mitglied des DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft). „Ich war einfach gut im Schwimmen“, erzählt er schmunzelnd. So gut, dass der heute 30-Jährige im Alter von zwölf Jahren sächsischer Landesmeister wurde, danach mehrfach Bezirks- und Vereinsmeister. Heute noch erzählt er voller Stolz davon, obwohl er inzwischen nicht mehr gerne schwimmt. In seiner Freizeit spielt Markus Heinze lieber Fußball oder trifft sich mit Freunden. Denn seit seiner Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe vor zehn Jahren, verbringt er jeden Tag beruflich in der Amperoase: Sei es um Badegästen zu helfen, die technischen Anlagen zu überwachen, die Kasse abzurechnen oder die kleinen Gäste auf einem Kindergeburtstag zu betreuen. „Das Schöne ist die Abwechslung in meinem Job“, meint er überzeugt. Sobald der Sachse sein derzeitiges Fernstudium beendet hat, wird er das Fürstenfeldbrucker Schwimmbad als Energiemanager noch mehr unterstützen können.

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ROMAN NAUMANN

DER BARFUSSLÄUFER

Jahrein, jahraus sieht man Roman Naumann barfuß laufen oder sogar Radfahren. „Nur nicht auf der Wies’n“, sagt der 53-Jährige. „Da liegen zu viele Glasscherben rum“. Und natürlich auch zu besonderen Anlässen, wie Hochzeiten, zieht er ausnahmsweise Schuhe an. Warum er damals, vor circa 30 Jahren, mit dem Barfußlaufen begonnen hat, weiß der fröhliche Brucker selbst nicht mehr. „Es ist einfach angenehm ohne Schuhe“, sagt er und krank war er seitdem auch so gut wie nie! Früher hat Roland Naumann in der Lohn- und Finanzbuchhaltung gearbeitet, jetzt ist er – mit Schuhen – beim Fahrdienst des Roten Kreuzes. Seit 1992 wohnt der gebürtige Münchner in Fürstenfeldbruck – als Vater zweier inzwischen erwachsenen Kinder. Damals war er einer der ersten „Hausmänner“, die zuhause blieben, während die Ehefrau arbeitete. Ganz bewusst hat er sich so entschieden und die Zeit mit den Kindern sehr genossen. Ihnen hat er die Liebe zum Barfußlaufen mitgegeben. „Nur in der Schule war es verboten!“ lacht Roman Naumann, der sich ehrenamtlich sehr engagiert. Besonders bei der Wasserwacht am Pucher Meer, mittlerweile ist er stellvertretender Vorsitzender der Kreiswasserwacht. „Wasser ist mein Element“, sagt er und läuft genauso selbstverständlich durch kalte Pfützen wie über spitze Steine, denn seine Füße sind abgehärtet!

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SUSANNE PABLY

DIE STRICK-DESIGNERIN

Betritt man das Atelier „artgalaxy“ von Susanne Pably in Maisach, wird sofort klar, worin ihre Leidenschaft besteht: dem Stricken! Ein buntes Wollknäuel neben dem anderen ruht in dem großen Wandregal, daneben liegen Mützen, Schals und das Strickzeug mitten auf dem Tisch. Doch nicht nur mit flauschiger Wolle und hübschen Stoffen drückt die gebürtige Pforzheimerin ihre Kreativität aus, wenn sie selbst Unikate fertigt oder von Schneidermeisterinnen nähen lässt. Auch aus ihren Bildern spricht sie selbst: „Ich male das, was gerade in mir fließt“, sagt sie und strahlt über das ganze Gesicht. Gestrickt und genäht hat sie jedenfalls schon immer. Besonders wichtig ist ihr bei allem die Verwendung hochwertiger Materialien, aber auch die Einzigartigkeit, die Besonderheit ihrer Kreationen. Seit 1999 lebt die verheiratete IT-Fachfrau in Maisach, seit 2000 bietet sie kaufmännische Dienstleistungen sowie seit 2013 ihre eigenen Strickaccessoires an. Wenn der 56-jährigen Mutter von drei Töchtern dann noch Zeit bleibt, geht sie Sommer wie Winter gerne in die Berge!

MEIN SCHREIBTISCH

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KASPERLN UNTER’M REGENBOGEN

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