MEIN SCHREIBTISCH

MEIN SCHREIBTISCH

Andreas Haas ist (vermutlich) mit einer Körpergröße von beachtlichen 1,96 Metern der längste Bürgermeister im ganzen Landkreises. Sein Büro im 5. Stock des Rathauses Germering (und das ist ganz sicher) ist das höchstgelegene. Wenn der 54-Jährige aus dem Fenster schaut, wozu er allerdings selten kommt, liegt ihm die Stadt mit seinen über 41 000 Einwohnern quasi zu Füßen. Im Büro selbst tun das auch zuweilen Gemälde. Absichtlich. Weil das so passt. „Ich bin sicherlich kein Kunstfachmann, aber ich mag Kunst“, schwärmt Andreas Haas und zitiert Pablo Picasso. „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.“

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„A1“ ist nicht der Titel. Es benennt ein Quadrat. 2015 hatte die Chorgemeinschaft den Maler Stefan Wehmeier eingeladen, zu ihren Liedern auf einer aus mehreren Teilen zusammengesetzten Leinwand zu malen. Als Stadtchef ersteigerte der Oberbürgermeister das erste Teilstück, als Privatmann Andreas Haas drei weitere für sein Zuhause.

 

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Neben dem Computer fällt sofort die alte Schreibmaschine auf: Ein Abschiedsgeschenk des ehemaligen Stadtkämmerers Günther Gaillinger, ein passionierter Sammler der antiken Stücke. „Eigentlich gar nicht soooo antik“, stellt der Oberbürgermeister fest, der in seiner Jugend selbst noch eine benutzte.

 

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Die Ikone vom heiligen Andreas stehen hinter dem Schreibtisch und stärken den Rücken. Der Oberbürgermeister, ein gläubiger Katholik, ist ein Freund des gleichnamigen Schutzpatrons von Griechenland, wo die Familie gerne ihren Urlaub verbringt.

 

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Auf der Kommode ein Stück Geschichte: Die Festschrift zur 1000-Jahr-Feier von Unterpfaffenhofen (1960). Und das „Einwohnerbuch für die Stadt und den Landkreis Fürstenfeldbruck“ (1955). „Da war Unterpfaffenhofen noch eigenständig“, zeigt Andreas Haas.

 

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Die Brio-Holzeisenbahn auf dem Schrank ist mit Resten eines Hochspannungsmasts im Besprechungsraum Teil eines Memorandums an die DB-Hochspannungsfreileitung. Seit 1924 verlief sie quer durch Germering. Eine der ersten großen Aufgaben des Oberbürgermeisters war die Organisation der Verlegung. Der Odyssee verdankt er nach eigenen Worten „die ersten grauen Haare“!

MENSCHEN IM LANDKREIS

FRÄULEIN MÜLLER UND IHR GESPÜR FÜR KARTOFFELN

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