MEIN SCHREIBTISCH

MEIN SCHREIBTISCH

Fotos: Simon Katzer

Text: Petra Neumaier 

Joseph Schäffler, seit 2002 Bürgermeister in Moorenweis, ist so etwas wie ein Ureinwohner. Mindestens sein Urgroßvater war schon hier, der Großvater und natürlich auch der Vater und alle hießen sie „Joseph“ mit Vornamen. „Mein Sohn heißt anders“, sagt der 54-Jährige, der Tradition mag und das Neue zulässt. Und so wächst nicht nur die Gemeinde unter der Federführung des gelernten Sozialversicherungsfachangestellten an. Auch das Rathaus muss wachsen. Gerade wird wieder erweitert, um Platz zu schaffen für Mitarbeiter und künftige Azubis. Vor zehn Jahren hat Joseph Schäffler selbst im Erdgeschoss Platz gemacht und ist in den ersten Stock gezogen. Nicht so gern, weil er gern dem Bürger nah ist. Durch die breite Fensterfront (Nordseite) hat er aber eine schöne Aussicht auf den Pausenhof der Grundschule.

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Das Gemälde vom Gasthof „Zur Alten Post“ in Moorenweis gehört zu den Lieblingsbildern des Bürgermeisters. Der Künstlerin Claudia Messner aus Jesenwang hatte er den Auftrag gegeben, das Foto der alten Postkarte auf Leinwand zu malen.

 

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Weil Joseph Schäffler gerne Aktuelles im Blick hat, hängen gegenüber dem Schreibtisch die Pläne der Straßenausbaumaßnahme in Steinbach, das derzeit größte Projekt der Gemeinde zusammen mit dem Landkreis. Nach zwei Jahren Grundstücksverhandlungen ging es im August endlich los.

 

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Ein original „Moorenweiser Kaffeehaferl“ steht in der Vitrine. In einem Geschäft am Ort hat er die Sonderanfertigung vor Jahren entdeckt. In Gebrauch war das hübsche Haferl noch nie. „Meine Tasse hat einen Esel drauf“, weist Joseph Schäffler lachend hin.

 

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Die Bayernkerze hat sich der Bürgermeister selbst gekauft, als er 2002 sein Amt antrat. „Ich wollte etwas Bayerisches im Zimmer haben und es war nichts hier“, erklärt er und erzählt, dass sein Vorgänger ja auch kein Bayer war.

 

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Seine Tochter möge uns verzeihen: Aber der Zettelkasten, den sie in jungen Jahren für ihren Papa im Werkunterricht ausgesägt und bemalt hat, ist einfach zu schön und darum darf er hier nicht fehlen.

Weichenstellen fürs Leben

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