... über das Baden
Text und Foto: Petra Neumaier
Sommerzeit = Badezeit! Damit das Vergnügen auch sicher bleibt, sind die Lebensretter der Wasserwacht an Wochenenden und Feiertagen vor Ort. „Überwiegend leisten wir bei Insektenstichen, Sonnenstichen sowie Schürf- und Schnittwunden Hilfe“, erzählt Diana Kleemann, Vorsitzende der Wasserwacht Fürstenfeldbruck am Pucher Meer. Damit das so bleibt, hat sie einige möglicherweise lebensrettende Tipps.
Worauf sollte man beim Baden im See achten?
Die meisten Badeunfälle passieren, weil Schwimmer sich und ihre Kondition überschätzen. Unterschätzt werden dagegen oft die Entfernung zur Badeinsel und die Wassertemperatur.
Also besser nicht allein rausschwimmen?
Das gilt sogar für geübte Schwimmer. Muskelkrämpfe, Schreckmomente oder Kreislaufprobleme können jeden treffen. Deshalb sollte man lieber in Begleitung schwimmen oder zumindest eine Schwimmboje dabeihaben.
Was ist für einen entspannten Badetag noch wichtig?
Sonnencreme, eine Kopfbedeckung und an heißen Tagen erst abkühlen, bevor man ins Wasser springt. Und viel trinken – aber bitte keinen Alkohol. Denn schon kleine Mengen reichen aus, um sich zu überschätzen und unkoordiniert zu bewegen. Zudem kühlt der Körper schneller aus.
Kann man Kinder im flachen Wasser spielen lassen?
Ganz klar: nein. Schon ein kurzer Blick aufs Handy kann Folgen haben. Außerdem fallen unsere Baggerseen oft schon nach wenigen Metern plötzlich steil ab.
Was sollte man tun, wenn jemand in Not ist? Selbst retten oder …
… besser Hilfe holen: uns informieren oder die 112 anrufen. Lieber einmal zu viel alarmieren als einmal zu wenig. Befindet sich die Person in Ufernähe, kann man einen Rettungsring, ein Seil oder einen Ball zuwerfen. Das ist sicherer, als selbst ins Wasser zu springen. Denn Ertrinkende entwickeln in Panik enorme Kräfte und können dadurch ihren Retter gefährden. Wir sind dafür geschult und bilden gerne auch Rettungsschwimmer aus.
Diana Kleemann war bereits mit zwölf Jahren bei der DLRG in ihrer Heimat Schleswig-Holstein aktiv. 2008 zog sie nach Fürstenfeldbruck und trat der Ortsgruppe der Wasserwacht im BRK-Kreisverband bei. Seit 2020 ist sie erste Vorsitzende des 620 Mitglieder starken Vereins und eine von sechs Ausbilderinnen für Rettungsschwimmer. Rund 160 Teilnehmer legen jährlich ihre Prüfung ab. Hinzu kommen Schwimmkurse für Kinder im Alter von fünf bis sechs Jahren. Am Montag, 27. Juli, findet von 10 bis 16 Uhr am Pucher Meer zudem ein Volksschwimmen statt. www.wasserwacht-ffb.de

