Brennend heiß
Foto: Corinna Eichberger-Renneisen – Text: Petra Neumaier
Eigentlich ist das Entzünden eines großen Feuers im Frühling – wie so viele christliche Feste – ein heidnischer Brauch: Ursprünglich zur Tag- und Nachtgleiche entfacht, wurde damit der Frühling begrüßt und die Wintergeister vertrieben. Im Jahr 751, so zumindest schriftlich belegt, wurde die Sitte von den Christen adaptiert. Seitdem symbolisiert das Feuer die Auferstehung Jesu als „Licht der Welt“. Eine Variante ist das „Jaudas-“ oder „Judasfeuer“: Hier wird eine Strohpuppe auf dem „Scheiterhaufen“ verbrannt, stellvertretend für den verräterischen Jünger. Geschmacksache! Kaum ein Ort jedenfalls, wo nicht in der Nacht von Ostersamstag auf -sonntag Berge von Ästen und anderen Hölzern entzündet werden.
Osterfeuer
Samstag, 4. April
Alling (Killer-Hof) 19 Uhr; Althegnenberg (Acker zwischen Althegnenberg/Hörbach) 18 Uhr; Biburg (Beim Sportplatz Mitterfeld), 21 Uhr; Gernlinden Ost, 19 Uhr; Grafrath, Kottgeisering, 21.30 Uhr; Hattenhofen (Osterfeuerplatz), 19 Uhr; Maisach (Volksfestplatz) 18 Uhr; Mammendorf (Am Haldenberg) 20 Uhr; Mittelstetten (Schuttgrube), 20 Uhr; Moorenweis, 19 Uhr; Olching (Volksfestplatz), 18 Uhr; Tegernbach (Jaudusfeuer) 20 Uhr; Türkenfeld (Gollenberg), 18 Uhr

